Unsere Geschichte

Die Kunstgemeinschaft wurde am 10.12.1976 von einem Mitglied des Rates der Stadt, dem Vorsitzenden des Kulturausschusses und einem Vertreter der Verwaltung unter der Bezeichnung „Hobbykünstler der Stadt Kerpen“ gegründet und zählt zu den ältesten Einrichtungen dieser Art im Rhein-Erft-Kreis.

Initiator war das Horremer Ehepaar Wilfriede und Matthias Dick. Die Idee wurde damals dankbar aufgenommen, da eine derartige Einrichtung der Stadt und dem Umfeld fehlte. Maler, Keramiker, Holzschnitzer und ähnlich kreative Künstler sollten ihre Arbeiten in Jahresausstellungen einem interessierten Publikum präsentieren können. Darüber hinaus wollte man durch regelmäßige Treffen der Künstler und kleinere Veranstaltungen Erfahrungsaustausch und Zusammenhalt fördern.

Dies geschah zunächst in der Grundschule Götzenkirchen, später über viele Jahre in den Räumen der ehemaligen Schule Neu-Bottenbroich. Dort gab es auch mehrfach den „Tag der offenen Tür“ mit kleinen Ausstellungen und der Möglichkeit, den Künstlern bei der Arbeit zuzusehen.

Die Präsentationen fanden dank der Förderung durch die Stadtverwaltung von Anfang an in einem würdigen Rahmen statt. 10 Jahre lang war es die Erfthalle in Kerpen-Türnich, in der an Stellwänden und auf Tischen die Exponate betrachtet werden konnten. Die Veranstaltungen dauerten damals vom Himmelfahrtstag bis zum darauf folgenden Sonntag.

Die Maler der Kunstgemeinschaft fügten mehrfach eine themenbezogene Ausstellung im Rahmen der Hauptausstellungen ein. Themen waren z.B. „Gemeinschaft“, „Kerpen“ oder „Erftlandschaften“. Zudem gab es besondere Anziehungspunkte wie Frühschoppen für Aussteller und Besucher sowie eine Podiumsdiskussion.

Das Interesse der Besucher war groß, konnten sie doch per Stimmzettel ihr Gefallen an einem bestimmten Objekt bekunden. So wurden die Präsentationen nicht nur durch den Bürgermeister oder einem Mitglied des Kulturausschusses eröffnet, sondern diese auch mit der Siegerehrung und Preisverleihung abgeschlossen.

 

  • In den achtziger Jahren stellte ein Teil der Mitglieder in der belgischen Partnerstadt St. Vith aus.
  • Im Jahre 1987 wechselte der Veranstaltungsort von der Erfthalle in Kerpen-Türnich ins Rathausfoyer der Stadt Kerpen.
  • Zunächst gab es jährlich 3 Veranstaltungen: Die Ostereierbörse, die Bilderausstellung (für die Maler) und die Vorweihnachtsausstellung
  • 1988 wurde eine Versteigerung von gestifteten Exponaten zugunsten der Kinderkrebsstation der Uni Köln durchgeführt.
  • 1996 entfiel die Bilderausstellung. Geblieben sind die Ostereierbörse und die Vorweihnachtsausstellung. Die Maler wurden mit ihren Bildern in diese beiden Ausstellungen integriert. Am erfolgreichen Konzept hat sich seitdem wenig geändert.

 

Die Kunstgemeinschaft versteigerte ein „Marienbild“. Der Erlös ging an das „Hospiz Kerpen“. Bürgermeister Peter Müller rief auf: „Künstler helfen Künstlern“. Jeder Aussteller der Kunstgemeinschaft spendete ein Exponat. Der Bürgermeister versteigerte die Exponate auf dem Jahresabschlussfest der Stadt Kerpen. Der Erlös ging an hilfsbedürftige Künstler.

Der Name aus der Gründungszeit wurde schon früh in „Kunstgemeinschaft der Stadt Kerpen“ geändert. Das später entwickelte Logo auf Plakaten und Anstecknadeln zeigt einen „Pegasus“ und das Stadtwappen. Die offizielle Eröffnung der Ausstellungen erfolgte damals, als auch heute, durch den/die Bürgermeister/in der Stadt und wird von musikalischen Darbietungen begleitet.

Als nach der „Wende“ die Verwaltung der Stadt Kerpen Kontakte zum Spreewaldstädtchen Lübben knüpfte, war die Kunstgemeinschaft dabei. Man präsentierte Kerpener Kunst im neuen Bundesland und in 2-jährigem Turnus war im Rathaus Kerpen mindestens ein „Lübbener“ als Gast bei der Ostereierbörse vertreten. Einige ältere Zeitungsausschnitte zeugen von den Aktivitäten aus der Gründungszeit und den Anfängen der Kunstgemeinschaft.

Die Namen der Ausstellungen wurden gemäß Beschluss der Mitgliederversammlung im Jahr 2005 von „Ostereierbörse“ in „Osterausstellung“ und von „Vorweihnachtsausstellung“ in „Weihnachtsausstellung“ geändert.

Zur Osterausstellung steht besonders die „Kunst am Ei“ im Vordergrund. Einzelne Mitglieder zeigen die unterschiedlichsten Techniken der Eierbemalung auf echten Nandu-, Tauben-, Hühner-, Gänse-, und Straußeneier. Des weiteren gibt es echte Eier von Greifvögeln u.v.m. zu bestaunen. Weitere Techniken der Verschönerung und Verzierung von echten Eiern sind: Fimo, Patchwork auf Styropor, Perlennetztechnik u.a. Jedes Ei ist ein Unikat und ein kleines Kunstwerk für sich. Auf der Osterausstellung, als auch auf der Weihnachtsausstellung, werden jedoch nicht nur in die jeweilige Jahreszeit passende Gewerke der Hobbykünstler gezeigt.

Mehrere Jahre berichtete neben der Tagespresse auch der Erste Dürener Rundfunkverein e.V. (E.D.R.) ausführlich über die Kunstausstellungen und stellte einzelne Künstler mit ihren Arbeiten vor. Die jeweilige Sendung dauerte 1 Stunde und wurde vor der entsprechenden Ausstellung ausgestrahlt.

 

Die Kunstgemeinschaft wurde bisher von folgender/n Vorsitzenden geführt:

ab 1976           Matthias Dick

ab 1979           Konrad Ksiencyk

ab 1984           Marlies Brixius

ab 1990           Arnold Marx

ab 2002           Günter Menke

ab 2006           Arnold Marx

ab 2011           Gabriela Rohrbacher

ab 2013           Gabriele Steinmann